18 Jul

Forschendes Lernen in den USA. Ein Tagungsbericht.

Lesezeit: 4 Min -

Die Universität Hohenheim ist mit den Mitarbeitern von Humboldt reloaded in Sachen Forschendes Lernen innerhalb Deutschlands gut vernetzt und in mehreren hochschulübergreifenden Kooperationen engagiert. Aber wie sieht es eigentlich in anderen Ländern mit Forschendem Lernen aus? Wie ist dort der Stand, wo werden Akzente gesetzt?

In Vorbereitung für die internationale Fachtagung zu Forschendem Lernen „focus URE. Underpinnings, Requirements, and Effects of Undergraduate Research Experiences“, die von 5. bis 7. Juni 2019 in Hohenheim stattfinden wird, waren zwei Hohenheimerinnen bei der diesjährigen Konferenz des US-amerikanischen Council on Undergraduate Research in Washington D.C.

2018 geschah es: Abraham Lincoln und Wilhelm von Humboldt (reloaded) trafen aufeinander

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21 Jun

Was ist wahr und wozu forschend lernen? Ein Kurzbericht aus der Vortragsreihe zu Forschendem Lernen

Lesezeit: 4 Min -

Seit der zweiten Förderphase des Qualitätspakt-Lehre-Projektes Humboldt reloaded gibt  es die Vortragsreihe zu Forschendem Lernen, bei der etwa fünf bis sechs Vortragstermine im Jahr stattfinden und Referenten von verschiedenen Hochschulen über ihren Zugang und ihre Erfahrungen zu Forschendem Lernen berichten.

Am Donnerstag, den 14.6.2018 war Frau assoz. Prof. Dr. Gertraud Benke vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung der Universität Klagenfurt zu Besuch in Hohenheim. Sie sprach zum Thema „Forschendes Lernen in der Lehrerbildung zwischen Anforderung und Überforderung“. Zwar gibt es in Hohenheim kaum Studierende, die sich im Lehramtsstudium befinden, doch der anregende Vortrag konnte schnell eine Verbindung zu den didaktischen Überlegungen der Betreuer studentischer Forschungsprojekte herstellen.

Quelle: http://www.neuropaedagogik.de/html/forschung.html

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24 Apr

Workshops & Vorträge rund um Forschendes Lernen

Lesezeit: 3 Min -

Als Weiterbildungsangebote zum Thema Forschenden Lernen bietet das Projekt Humboldt reloaded in diesem Sommersemester zwei Workshops und vier Vorträge an, die für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Hohenheim offen und kostenlos sind. Bei Interesse kann die Teilnahme auch im Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik angerechnet werden.

Workshop | FORSCHENDES LERNEN & PROJEKTMANAGEMENT | Mi, 20.6.2018 | 9-16:30 Uhr

Dieser Workshop richtet sich an alle angehenden, aktuellen und ehemaligen Humboldt reloaded-Projektbetreuer und widmet sich der Planung eines studentischen Forschungsprojektes im kollegialen Austausch.

Inhalte des Workshops werden sein:

  • Forschendes Lernen – Was ist das und wie kann es konkret umgesetzt werden?
  • eigene Ziele und Erwartungen an ein Projekt und die studentischen Teilnehmer
  • ein Projekt strukturieren, zeitlich planen und Risiken minimieren
  • funktionierende Kommunikation sicherstellen
  • Organisatorische Infos zu Mittelverwaltung und Ansprechpersonen

Die Workshopleitenden werden Simon Holz, Master Coach und Consultant, und Dr. Natascha Selje-Aßmann, Humboldt reloaded-Koordinatorin an der Fakultät Agrarwissenschaften, sein. Anrechenbar ist der Workshop mit 8 Arbeitseinheiten in Themenbereich 1 oder 4 des BW-Zertifikats. Anmeldung: bis Mo, den 11.06.2018 an j.gerstenberg[ätt]uni-hohenheim.de

Halbtages-Workshop | MEINE FORSCHENDE LEHRPERSÖNLICHKEIT: Mit dem eigenen Lehrstil Herausforderungen in der forschungsnahen Lehre meistern | Do, 27.9.2018 | 9:30-12 Uhr
In der Diskussion über „gute forschungsnahe Lehre“ wird den Lehrenden eine wichtige Rolle beim Gelingen von Lehr-/Lernprozessen zugeschrieben. Zu Recht! Ist doch die Entwicklung eines klaren forschungsnahen Lehr-/Lernkonzeptes und dessen eigenverantwortliche Umsetzung ein anspruchsvolles Unterfangen. Wird hierbei innerhalb der Zielgruppe der Studierenden unterschiedlichen Lerntypen zunehmend Rechnung getragen, wird den Lehrenden selbst – erstaunlicherweise – eine vergleichbar differenzierte Aufmerksamkeit (noch) nicht zuteil.
An dieser Stelle setzt der Workshop an, indem er die individuelle Ausprägung von forschenden Lehrpersönlichkeiten und den sich daraus entfaltenden Lehrstil in den Blick nimmt. Grundlage hierfür bilden zwei Überzeugungen: (1) Es gibt unterschiedliche gleichwertige Ausprägungen von forschenden Lehrpersönlichkeiten und ihren Lehrstilen. (2) Je klarer sich forschende Lehrende über ihre Lehrpersönlichkeit und ihr Rollenverständnis sind, desto einfacher lassen sich Herausforderungen in der forschungsnahen Lehre auf eine subjektiv stimmige Weise meistern. Der Workshop richtet sich an Betreuer studentischer Forschungsprojekte aller Fachrichtungen.
Ziel ist es, mit Hilfe von Selbstreflexionsfragen und Übungen ein maßgeschneidertes Starter Kit für die forschungsnahe Lehre zusammenzustellen. Mit diesem haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Rollenverständnis als forschende Lehrpersönlichkeit geklärt (1), ihre Ressourcen für die Entfaltung eines eigenen Lehrstils ermittelt (2), und Anregungen für das subjektiv stimmige Meistern herausfordernder forschungsnaher Lehrsituationen bekommen (3).Anrechenbar ist der Workshop mit 4 Arbeitseinheiten in Modul II oder III im BW-Zertifikat. Geleitet wird der Workshop von Dr. Cornelia Frank, Lehrpersönlichkeits- & Business-Coaching für Humboldt reloaded. Anmeldung bis Mo, den 11.06.2018 bei j.gerstenberg[ätt]uni-hohenheim.de
Humboldt reloaded-VORTRAGSREIHE ZU FORSCHENDEM LERNEN | 13-14:30 Uhr
4 Termine mit Mitarbeitern anderer Hochschulen zu ihren Erfahrungen mit Forschendem Lernen. Keine Anmeldung erforderlich.

  • Mi, 2.5.2018 | Dr. phil. Christian Zettl | Forschendes Lernen versus kontrolliertes Scheitern. Studentische Forschung an der Zeppelin Universität Friedrichshafen | Blauer Saal
  • Do, 14.6.2018 | Prof. Gertraud Benke | Forschendes Lernen in der Lehrerausbildung: Eine Überforderung? (Chancen und Herausforderungen) | HS 21
  • Mi, 11.7.2018 | Dipl.-Pol. Sandra Brunsbach, Dr. Ines Weber & Hannah Brand | Forschungswerkstatt Theorien und Methoden: Lessons Learned aus Forschungsteamentwicklungen, forschenden Lehr- und Lernprozessen | HS 32
  • Mi, 18.7.2018 | Alan Jenkins | Undergraduate Research for ALL students: Strategies for Course teams, Departments and Institutions | HS 11

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme!

18 Dez

Wie kann kompetenzorientiertes Prüfen in forschungsbezogener Lehre gelingen? Ein Tagungs- und Werkstattbericht

Lesezeit: 6 Min -

Am 17.11.2017 fand die Tagung „Integrierte Evaluation der Hochschullehre – Förderung und Prüfung von Forschungskompetenzen in der Hochschullehre“ von regional vernetzten Projekten aus dem Qualitätspakt Lehre statt, zu der sich 54 Teilnehmer/innen der Universität Freiburg, Pädagogischen Hochschule Freiburg, Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Universität Hohenheim und einige Gäste angemeldet hatten.

Tagung zu Integrierter Evaluation sowie Förderung und Prüfung von Forschungskompetenzen in der Hochschullehre

Christopher Gess und Monika Sonntag von der Humboldt Universität zu Berlin führten in ihrem gemeinsamen Vortrag „Förderung und Prüfung von Forschungskompetenzen in der forschungsbezogenen Hochschullehre“ in einen thematischen Schwerpunkt der Tagung ein. Sie dimensionierten „forschungsbezogen“ anhand der Kriterien „Inhaltlicher Schwerpunkt“ (Forschungsergebnisse, Forschungsmethoden, Forschungsprozess) und „Aktivitätsniveau der Studierenden“ (forschend, anwendend, rezeptiv) und stellten die Ergebnisse einer Umfrage von Janina Thiem von der Universität Oldenburg mit 39 Lehrenden zur Prüfung von Forschungskompetenzen vor. Weiterlesen

29 Jun

forschen@studium – Tagungsbericht zu studentischer Forschung, forschungsnahem Lehren und Lernen

Lesezeit: 4 Min -

Zwei Tagungen an der Universität Oldenburg von 8.-10.6.2016 brachten studentische Forschung und Fachdiskussionen über forschungsnahes Lehren und Lernen zusammen. Hohenheimer Studierende und Lehrende wirkten rege mit.

20160608_133812Konferenz für studentische Forschung | 8.-9.6.2016

Die Konferenz für studentische Forschung war die erste ihrer Art in Deutschland, fächerübergreifend und mit Teilnehmern aus ganz Deutschland. In Großbritannien, Australien, Brasilien und den USA haben ähnliche Konferenzen bereits Tradition. In den USA heißen die Studierendenkonferenzen „Undergraduate Research opportunity-Program“ (UROP) und werden jährlich an wechselnden Hochschulen von der Dachorganisation CUR (Council on Undergraduate Research) ausgerichtet. Dabei nehmen rund 3.000 Studierende und Betreuer von verschiedenen Hochschulen teil. Gründe für die Studierenden teilzunehmen sind – das Präsentieren der eigenen Arbeit, das Diskutieren und der Austausch mit anderen Studierenden, das Üben der eigenen Fähigkeiten sowie das Netzwerken, auch mit Blick auf den weiteren Karriereweg.

Die Universität Oldenburg hat nun das Tagungsformat nach Deutschland geholt und mit über 100  studentischen Beiträgen in Form von Postern, zehn- und zwanzigminütigen Vorträgen durchgeführt. Anwesend waren rund hundert Studierende und über achtzig weitere Teilnehmer. Auch Hohenheimer Studierende aus allen drei Fakultäten waren gut vertreten und stellten ihre Forschungsarbeiten mit Begeisterung vor:


Eindrücke von der studentischen Tagung: reger Austausch, sehr interessante Beiträge aus verschiedenen Fachrichtungen. Es war anregend zu sehen, wie Studierende sich für die aktuellen Themen interessieren, sie erforschen und sich fachübergreifend für die Beiträge der anderen Präsentierenden interessieren. Das ist lebendige Wissenschaft!

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02 Mrz

Wie man einen Löwen fangen kann – Veranstaltungsbericht zu interdisziplinärer Lehre

Lesezeit: 5 Min -

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Die Hochschule Coburg lud am 25./26.2.2016 zur Veranstaltung „Berufsfähigkeit steigern: Interdisziplinäre Kompetenzen für die Praxis“ im Rahmen einer QPL-Workshop-Reihe zum Thema „Studium & Berufswelt“ ein. Es nahmen über 60 Mitarbeiter von QPL-Projekten und des Projektträgers DLR teil. In Vorträgen und Workshops wurde diskutiert, wie interdisziplinäre Lehre umgesetzt werden kann und welche Herausforderungen und Chancen sie mit sich bringt. Interdisziplinarität im Studium wird u.a. deswegegn angestrebt, weil sie auf fachübergreifende Arbeitsumfelder vorbereitet und dazu befähigt, das eigene Fachwissen in andere Disziplinen zu übertragen, Wissen aus anderen Fächern für das eigene Fach anzuwenden und in fächerübergreifender Kooperation neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Hindernisse für Interdisziplinarität

In seinem Vortrag wies Organisationsberater Eberhard Jung darauf hin, dass die eigene Sicht jeweils nur die persönliche Wahrnehmung der Wahrheit sei, jedoch nicht die Wahrheit selbst. Verschiedene Sprachcodes, Sichtweisen und Hintergründe würden uns daher ständig in Situationen führen, in denen wir nicht genau wissen, was das Gegenüber genau vermitteln wolle. Ähnlich verhält es sich bei der Kommunikation mit Projektpartnern. Insbesondere bei fächerübergreifenden Projekten kann dies aufgrund der Sozialisation innerhalb des Faches schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Ist man sich der Verschiedenheit von Sprache, Haltungen und Wissensbeständen nicht bewusst, können sich für interdisziplinäre Zusammenarbeit schnell vier Schwierigkeiten abzeichnen:

  • Disziplineitelkeiten,
  • Intransparenz,
  • unausgesprochene Erwartungen & unklare Selbstverständlichkeiten,
  • mangelnde Lernkultur (Haltungen, Glaubenssätze, Blockaden im Gegensatz zu Offenheit, Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit).

Hilfreich für interdisziplinäre Zusammenarbeit seien dagegen die Fähigkeit Irritationen und Situationen zu erkennen, die sich zukünftig anders gestalten sollen, sowie die Fähigkeit einen Auftrag genau zu klären. Durch das Verstehen einer Situation (situative Einsicht) können Probleme lernorientiert gelöst werden.

„Interdisziplinäre Kompetenzen werden nur dann wirksam, wenn die notwendigen Fähigkeiten und die Erlaubnis diese einzusetzen vorhanden sind.“

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29 Jan

Kleines Panorama der deutschen Forschendes-Lernen-Landschaft

Lesezeit: 2 Min -

Forschendes Lernen und forschungsorientierte Lehre erscheinen in den Natur- und Lebenswissenschaften ganz selbstverständlich. Seit dem Qualitätspakt Lehre, einem Bund-Länder-Programm, schreiben sich viele deutsche Hochschulen mit den verschiedensten Fachdisziplinen Forschendes Lernen und forschungsorientierte Lehre auf die Fahnen und die Beschäftigung mit dieser Lehrform hat eine bemerkenswerte Dynamik angenommen.

Unter anderen wird sich an folgenden Hochschulen explizit mit forschungsorientierter Lehre beschäftigt:  Humboldt Universität Berlin, Universität Göttingen, Universität Greifswald, Universität Oldenburg, Universität Tübingen, Karlsruher Institut für TechnologieFachhochschule Potsdam, Universität Hohenheim.

Im Rahmen des Qualitätspakts Lehre laufen auch Forschungsprojekte zur Untersuchung der forschungsorientierten Lehre an den deutschen Hochschulen. Ziel ist es, die Stellschrauben benennen zu können, wann diese Art des Lehrens und Lernens funktioniert, welche Formen sie einnehmen können, wie das Lernen in dieser Lehrform funktioniert und welche Kompetenzen dabei hauptsächlich entwickelt werden. Diese Forschungsprojekte heißen ForschenLernen und FideS und sind beides Verbundprojekte, denen viele Hochschulen ihre Erfahrungen mitteilen. Auch die Universität Hohenheim mit Humboldt reloaded ist in diesem Netzwerk aktiv und repräsentiert die Natur-, Agrar, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

In den Diskussionen über forschungsorientierte Lehre treffen verschiedene Fachdisziplinen aufeinander mitsamt ihren unterschiedlichen Vorstellungen von Forschung und Lehre. Die aktuellen Diskurse sind daher an dem Punkt angelangt, gemeinsam zu klären, welches Wissenschaftsverständnis einzelne Disziplinen haben. Was unterscheidet? Was sind gemeinsame Nenner? Um von dort aus weiter zu gehen zu gemeinsamen Grundlagen, unter welchen Bedingungen und in welchen Ausprägungen forschungsorientierte Lehre gelingen kann.

Während die Lehre so zunehmend an Qualität gewinnt, sind die Studierenden fleißig am Forschen. Passend dazu findet am 8. und 9. Juni 2016 an der Universität Oldenburg die erste Konferenz für studentische Forschung statt, bundesweit und fächerübergreifend.

18 Jan

Werkstatt für interdisziplinäre Lehre und Forschung

Lesezeit: 3 Min -

Zwanzig wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Hohenheim, TU Darmstadt, PH Heidelberg und der PH Freiburg nahmen am 13. November 2015 an der „Werkstatt für interdisziplinäre Lehre und Forschung: Praxisbeispiele, Ideenfindung, Planung“ teil. Die Veranstaltung war die zweite im Rahmen eines baden-württembergischen Netzwerkes für forschungsorientierte und interdisziplinäre Hochschullehre innerhalb des Bund-Länder-Programms Qualitätspakt Lehre (QPL).

Organisatoren

Vorbereitet wurde die Werkstatt von einer fächerübergreifenden Arbeitsgruppe des Hohenheimer QPL-Projektes „Humboldt reloaded“ in Zusammenarbeit mit dem QPL-Projekt „Tandem-Teaching – IntegraL-TT“ der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Da Humboldt reloaded in seiner weiteren Entwicklung auch interdisziplinäre studentische Forschungsprojekte plant, war mit dieser Werkstatt das Ziel verbunden, sich dem Begriff Interdisziplinarität anzunähern, theoretische Hintergründe und Umsetzungsmöglichkeiten kennenzulernen sowie Themen zu finden, die für interdisziplinäre Projekte geeignet sind.

Praxisbeispiele

Nach einer Einführung in Begründungen für Interdisziplinarität in Forschung und Lehre und der Erläuterung unterschiedlicher Definitionsansätze stellte Dr. Senganata Münst das Projekt „Tandem-Teaching – IntegraL-TT“ vor, das an der PH Freiburg durchgeführt wird und bei dem zwei Lehrende aus verschiedenen Disziplinen zwei Semester zusammen arbeiten und in jedem Semester eine interdisziplinäre Lehrveranstaltung entwickeln. Ein anderes Konzept verfolgt die Technische Universität Darmstadt in ihrem Projekt „GPEK/KIVA V“, welches von Jan Schumann vorgestellt wurde. Für viele Erstsemester ist eine Teilnahme an einem interdisziplinären Projektplanspiel Pflicht, während dem sie mit Studierenden anderer Studiengänge in Kleingruppen komplexe Aufgaben lösen. Ein Wettbewerb, welche Gruppe die beste Lösung findet, fördert die Motivation und das Kennenlernen unter den Studierenden. Herr Schumann stellte das interdisziplinäre, semesterbegleitende Projektplanspiel in den Ingenieurswissenschaften mit Studierenden aus Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Humanwissenschaften, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften vor.

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09 Sep

frageZACKantwort

Lesezeit: 2 Min -

Der heimliche Wunsch einiger Lehrender ist wahrgeworden – es gibt nun so etwas wie ein Hochschuldidaktik-und-Vortrag-Orakel. Man gibt eine Frage ein und erhält binnen 24 Stunden eine Antwort. Kurz, strukturiert mit richtungsweisenden Fragen und Tipps zur Umsetzung in Form eines Podcast. Das Orakel heißt „Frage-N“ und kann auf folgender Seite frei zugänglich und gratis genutzt werden: http://www.antwort-n.de/

Es antworten die beiden Sprechwissenschaftler Cornelius Filipski und Ingmar Rothe, die als Trainer für Vorträge, Präsentationen und Didaktik unterwegs sind (Filipski arbeitete an der Uni Hohenheim als Lehrcoach für Professoren). Ihre Antworten auf die gestellten Fragen haben nicht den Anspruch der Vollständigkeit oder Genialität. Vielmehr geht es darum, den Kern hinter den Anliegen zu finden und dazu hilfreiche Tipps zu geben.

Auf dem Weg, die eigene Frage einzugeben, werden da schon einmal Fragen zur Frage gestellt. Sie geben den Antwortenden weitere Informationen zum Kontext und Ziel. Doch auch für den Fragenden ist das schon ein Schritt, eigenes Wissen hin zu einer Lösungsidee zu sortieren.

Jede gestellte Frage erhält 24 Stunden zur Beantwortung. Wird eine Frage in der Zwischenzeit gestellt, erhält sie erst im Anschluss ihren eigenen Tag. In einem kleinen Archiv können außerdem die letzten sechs Fragen und Antworten angehört werden. Denn es ist ja auch spannend zu sehen, was andere gefragt haben und wie die Antworten darauf lauten.

Hier drei Beispiele:

Der kleine Haken an einem Orakel ist, dass man vorher nicht weiß, ob man die richtige Frage stellt zu der Antwort, die man sich wünscht. Es gilt also eine Frage zu stellen, die den Bereich eingrenzt, in dem man selbst keine Lösung finden kann.

Oder es wird einfach die nächste Frage gestellt. Alternativ kann dann auch ein direktes Gespräch mit einem Hochschuldidaktiker oder Kollegen vor Ort zum gemeinsamen Überlegen, Abwägen und Planen dienlich sein.

02 Jul

Feuer und Flamme! Eine Orientierung für motiviertes Studieren

Lesezeit: 6 Min -

Gastbeitrag von Dr. Karin Hartung

„Na, was willst du denn werden, wenn Du groß bist?“ ist eine Frage, die uns in Kindertagen gestellt wird. Kurz vor Ende unserer schulischen Laufbahn sollen wir sie beantworten, zumeist ohne Methoden zur Selbsterforschung an die Hand bekommen zu haben. Denn in der Schule steht Wissensvermittlung im Zentrum, Selbsterforschung sprengt meist den Rahmen. Um am Gymnasium das Abitur zu erhalten, ist es wichtig, eine Fülle an Inhalten abzuspeichern und sie für die jeweils zugehörige Klausur abrufen zu können. Da der Stoff danach meist nicht mehr benötigt wird, bedeutet effizientes Lernen, herauszufinden, welches Wissen prüfungsrelevant ist, und dieses Wissen kurzfristig zu speichern und punktgenau abrufen zu können. Lerninhalte sind ihrerseits durch ein Curriculum vorgegeben und orientieren sich nicht an den Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten der individuellen Schülerinnen und Schüler. Diese können nur in begrenztem Rahmen, z.B. bei Wahlfächern, ihre Interessen einbringen.

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