29 Jun

forschen@studium – Tagungsbericht zu studentischer Forschung, forschungsnahem Lehren und Lernen

Lesezeit: 4 Min -

Zwei Tagungen an der Universität Oldenburg von 8.-10.6.2016 brachten studentische Forschung und Fachdiskussionen über forschungsnahes Lehren und Lernen zusammen. Hohenheimer Studierende und Lehrende wirkten rege mit.

20160608_133812Konferenz für studentische Forschung | 8.-9.6.2016

Die Konferenz für studentische Forschung war die erste ihrer Art in Deutschland, fächerübergreifend und mit Teilnehmern aus ganz Deutschland. In Großbritannien, Australien, Brasilien und den USA haben ähnliche Konferenzen bereits Tradition. In den USA heißen die Studierendenkonferenzen „Undergraduate Research opportunity-Program“ (UROP) und werden jährlich an wechselnden Hochschulen von der Dachorganisation CUR (Council on Undergraduate Research) ausgerichtet. Dabei nehmen rund 3.000 Studierende und Betreuer von verschiedenen Hochschulen teil. Gründe für die Studierenden teilzunehmen sind – das Präsentieren der eigenen Arbeit, das Diskutieren und der Austausch mit anderen Studierenden, das Üben der eigenen Fähigkeiten sowie das Netzwerken, auch mit Blick auf den weiteren Karriereweg.

Die Universität Oldenburg hat nun das Tagungsformat nach Deutschland geholt und mit über 100  studentischen Beiträgen in Form von Postern, zehn- und zwanzigminütigen Vorträgen durchgeführt. Anwesend waren rund hundert Studierende und über achtzig weitere Teilnehmer. Auch Hohenheimer Studierende aus allen drei Fakultäten waren gut vertreten und stellten ihre Forschungsarbeiten mit Begeisterung vor:


Eindrücke von der studentischen Tagung: reger Austausch, sehr interessante Beiträge aus verschiedenen Fachrichtungen. Es war anregend zu sehen, wie Studierende sich für die aktuellen Themen interessieren, sie erforschen und sich fachübergreifend für die Beiträge der anderen Präsentierenden interessieren. Das ist lebendige Wissenschaft!

Konferenz für forschungsnahes Lehren und Lernen | 9.-10.6.2016

Die Fachkonferenz zu Forschendem Lernen schloss direkt an die 1,5 Tage der Konferenz für studentische Forschung an und setzte mit Beiträgen rund um Forschendes Lehren und Lernen fort. Unterkategorien waren:

  • Studentische Forschung in der Studieneingangsphase
  • Lern- und Bildungsprozesse zwischen Globalisierung und medialem Wandel
  • Sichtbarkeit studentischer Forschung: Publikationsmöglichkeiten für Studierende, Studierendenkonferenzen etc.
  • Forschungsnahes Lehren und Lernen in der Lehrerbildung
  • Formate forschungsnahen Lehrens und Lernens
  • Wirkungsforschung und Evaluation

Hohenheimer Lehrende und Hochschuldidaktiker waren auch auf dieser Konferenz präsent und beteiligten sich mit zwei Postern – über die studentische Tagung von Humboldt reloaded und über die Kurzfilme über studentische Forschungsprojekte  –

und sechs Vorträgen innerhalb zweier Symposien:

Symposium „Forschendes Lernen an der Universität Hohenheim 1 – theoretische Betrachtungen“

Symposium “ Forschendes Lernen an der Universität Hohenheim 2 – Beispiele aus der Praxis“

Zukünftige Entwicklungen

Die Oldenburger Konferenz für studentische Forschung ist als Beginn einer Reihe weiterer Konferenzen zu studentischer Forschung gedacht. Pläne, die studentische Jahrestagung von Humboldt reloaded für Forschungsbeiträge von Studierenden anderer deutscher Hochschulen zu öffnen, werden vorbereitet und auch eine internationale Tagung zu forschungsnahem Lehren und Lernen ist während der zweiten Förderphase von Humboldt reloaded angedacht.