27 Nov

Die Humboldt reloaded-Summer School für Bachelorstudierende – international, interdisziplinär und forschungsnah

Lesezeit: 7 Min -

An der Universität Hohenheim werden seit Jahren Summer Schools für Masterstudierende angeboten, organisiert vor allem durch das Netzwerk der Euroleague for Life Sciences und das BECY-Netzwerk, in enger Zusammenarbeit mit dem Akademischen Auslandsamt. Seit der 2. Förderphase des von Bund und Ländern finanzierten Qualitätspakt-Lehre-Projektes „Humboldt reloaded: Wissenschaftspraxis von Anfang an“ gibt es auch eine Summer School für Bachelorstudierende in Hohenheim.

Forschungsnah, international, interdisziplinär

Humboldt reloaded steht als allererstes für forschungsnahe Lehre und studentische Forschungsprojekte im Grundstudium. Das Format der Summer School ist für Bachelorstudierende eine neue Umsetzung, bei der auch das Interesse der Universität internationaler zu werden mit einbezogen wird. So kann durch Studierende anderer Hochschulen und Länder, die zu einer Summer School nach Hohenheim kommen, bei den Hohenheimer Studierenden auch das Interesse für einen Auslandsaufenthalt geweckt und die Lust, Sprachen zu lernen, verstärkt werden. Neben dem internationalen und forschungsnahen Charakter der Humboldt reloaded-Summer School werden nacheinander die drei Querschnittsthemen der Universität Hohenheim – Gesundheitswissenschaften, Bioökonomie sowie globale Ernährungssicherung und Ökosystemforschung – interdisziplinär aufgegriffen.

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17 Jan

Neuer Projektmanager für Weiterentwicklung der Lehre

Lesezeit: 3 Min -

Foto: Folkert Degenring

Mit „Step up!“ und „Steps³“ hat die Uni Hohenheim zwei umfangreiche Projekte zur Weiterentwicklung der Lehre eingeworben. Während der Fokus bei „Step up!“ gemäß der Ausschreibung auf der Entwicklung von Strukturmodellen in der Studieneingangsphase liegt, sollen im Projekt „Steps hoch 3: Denken. Schreiben. Forschen.“ in drei Teilprojekten Mathematikdidaktik, Schreibdidaktik und Forschendes Lernen in den Curricula gefördert werden.

Seit 1.11.2016 leitet Dr. Folkert Degenring das Projekt „Step up!“. Im Interview spricht er über die Ziele der beiden Projekte, wie diese miteinander verzahnt sind und inwiefern dadurch ein Mehrwert für die Lehre an den Fakultäten entstehen soll. Weiterlesen

02 Mrz

Wie man einen Löwen fangen kann – Veranstaltungsbericht zu interdisziplinärer Lehre

Lesezeit: 4 Min -

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Die Hochschule Coburg lud am 25./26.2.2016 zur Veranstaltung „Berufsfähigkeit steigern: Interdisziplinäre Kompetenzen für die Praxis“ im Rahmen einer QPL-Workshop-Reihe zum Thema „Studium & Berufswelt“ ein. Es nahmen über 60 Mitarbeiter von QPL-Projekten und des Projektträgers DLR teil. In Vorträgen und Workshops wurde diskutiert, wie interdisziplinäre Lehre umgesetzt werden kann und welche Herausforderungen und Chancen sie mit sich bringt. Interdisziplinarität im Studium wird u.a. deswegegn angestrebt, weil sie auf fachübergreifende Arbeitsumfelder vorbereitet und dazu befähigt, das eigene Fachwissen in andere Disziplinen zu übertragen, Wissen aus anderen Fächern für das eigene Fach anzuwenden und in fächerübergreifender Kooperation neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Hindernisse für Interdisziplinarität

In seinem Vortrag wies Organisationsberater Eberhard Jung darauf hin, dass die eigene Sicht jeweils nur die persönliche Wahrnehmung der Wahrheit sei, jedoch nicht die Wahrheit selbst. Verschiedene Sprachcodes, Sichtweisen und Hintergründe würden uns daher ständig in Situationen führen, in denen wir nicht genau wissen, was das Gegenüber genau vermitteln wolle. Ähnlich verhält es sich bei der Kommunikation mit Projektpartnern. Insbesondere bei fächerübergreifenden Projekten kann dies aufgrund der Sozialisation innerhalb des Faches schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Ist man sich der Verschiedenheit von Sprache, Haltungen und Wissensbeständen nicht bewusst, können sich für interdisziplinäre Zusammenarbeit schnell vier Schwierigkeiten abzeichnen:

  • Disziplineitelkeiten,
  • Intransparenz,
  • unausgesprochene Erwartungen & unklare Selbstverständlichkeiten,
  • mangelnde Lernkultur (Haltungen, Glaubenssätze, Blockaden im Gegensatz zu Offenheit, Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit).

Hilfreich für interdisziplinäre Zusammenarbeit seien dagegen die Fähigkeit Irritationen und Situationen zu erkennen, die sich zukünftig anders gestalten sollen, sowie die Fähigkeit einen Auftrag genau zu klären. Durch das Verstehen einer Situation (situative Einsicht) können Probleme lernorientiert gelöst werden.

„Interdisziplinäre Kompetenzen werden nur dann wirksam, wenn die notwendigen Fähigkeiten und die Erlaubnis diese einzusetzen vorhanden sind.“

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