26 Apr

E-Moderation in der Online-Lehre

Lesezeit: 4 Min -

E-Moderation – was ist das?

Sobald sich die Lehre teilweise oder ganz auf Online-Angebote verlagert, verändert sich die Kommunikationsform zwischen Lehrenden und Lernenden. Es ist dann eine besondere Art und Weise der Moderation nötig. Zum Beispiel findet in Online-Foren, die Studierenden zum Austausch zu Verfügung gestellt werden, nicht immer automatisch Kommunikation statt. Um Kommunikation in einem solchen Forum zu initiieren, bedarf es besonderer Kommunikationstechniken. Diese werden unter dem Begriff der E-Moderation zusammengefasst. In diesem Artikel soll es darum gehen, was bei E-Moderation zu beachten ist, um die Kommunikation im virtuellen Raum zu initiieren, zu strukturieren und aufrecht zu erhalten.

Unterschiedliche Kommunikationsformen

In der Online-Lehre stehen unterschiedliche Formate zur Verfügung. So zum Beispiel Foren, Chats oder Webkonferenzen. Die verschiedenen Formate unterscheiden sich unter anderem dahingehend, ob sie synchrone oder asynchrone Kommunikation ermöglichen. In Chats und Webmeetings findet synchrone Kommunikation statt, da alle Beteiligten Weiterlesen

15 Dez

Mediendidaktik-Programm 2017

Lesezeit: 1

Auch im Jahr 2017 wird es ein gesondertes Angebot der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik zum Thema Mediendidaktik/E-Learning geben. Dieses Angebot richtet sich an alle Lehrenden der Universität Hohenheim und kann für das Baden-Württemberg-Zertifiakt für Hochschuldidaktik angerechnet werden.

Das Programm startet im Februar 2017 mit einer Veranstaltung zu „Rechtsfragen im E-Learning“ – ein zunehmend wichtiges Thema. Auch wird es wieder verschiedene Workshops zur Lernplattform ILIAS geben. Weitere Themen des Programms 2017 sind:

  • Lehren mit dem Interaktiven Whiteboard
  • Einsatz von Live-Voting in der Lehre
  • Aufgabenerstellung für E-Klausuren
  • Online-Lerninhalte erstellen
  • Flipped Classroom

Einen Überblick über die Workshops finden Sie auf dem Programm-Flyer.

09 Nov

Internetbasierte Lehrveranstaltungen in der neuen Lehrverpflichtrungsverordnung in Baden-Württemberg

Lesezeit: 2 Min -

Seit dem 23.09.2016 gilt in Baden-Württemberg eine neue Lehrverpflichtungsverordnung. Hier werden nun auch internetbasierte Lehrveranstaltungen als Lehrveranstaltungen im Sinne der LVVO beschrieben. Im Gesetzestext heißt es in §3, Absatz 2:

computer-md-programm-alt„Moderne, insbesondere internetbasierte Ausgestaltungen von Lehrveranstaltungen, die mit Betreuungsaufwand verbunden sind, können auf die Lehrverpflichtung in derselben Höhe angerechnet werden wie vergleichbare Präsenzveranstaltungen. Sie sind Lehrveranstaltungen im Sinne dieser Verordnung. Zur Feststellung der Vergleichbarkeit mit Präsenzlehrveranstaltungen sind insbesondere der Zeitaufwand für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung heranzusziehen. Ist die Lehrperson nicht Erstellerin oder Ersteller (…), ist die Anrechnung entsprechend zu verringern. Über die Höhe der Anrechnung entscheidet die Dekanin oder der Dekan, an der DHBW das Präsidium.“

In Absatz 7 der LVVO geht es um die Anrechenbarkeit der Erstellung von internetbasierten Lehrveranstaltungen, also um die Vorbereitsungszeit. Auch der Zeitaufwand für die Erstellung kann explizit auf die Lehrverpflichtung angerechnet werden.  „(…) jedoch höchstens bis zu 25 Prozent der festgelegten Lehrverpflichtung (…)“.  Darüber hinaus gibt es eine Befristungsregelung für die Anrechenbarkeit der Erstellungszeit von internetbasierten Lehrveranstaltung: „Die Dauer der Anrechnung ist auf höchstens zwei Jahre zu befristen.“

Somit kann die Durchführung internetbasierter Lehre, die mit Betreuungsaufwand verbunden ist, voll auf die Lehrverpflichtung angerechnet werden. Die Zeit, die für die Erstellung von internetbasierten Lehrveranstaltungen gebraucht wird (Vorbereitungszeit), kann jedoch nur für max. zwei Jahre und nur bis zu 25% auf die Lehrverpflichtung angerechnet werden. Überhaupt steht die Höhe der Anrechnung nicht fest, sondern obliegt an den Landesuniversitäten laut Gesetzestext der Entscheidung der Dekanin / des Dekans (s.o.).

Die LVVO mit dem genauen Gesetzestext finden Sie auf den Seiten des Landes Baden-Württemberg.

27 Jul

Ab in die Eisdiele

Lesezeit: 1

Eis! Eis! Eis!

Auch wenn die Sonne in den letzten Tagen keine ganz so treue Begleiterin war, kann ein gutes Eis doch wohl nicht schaden!? Wo ein solches zu finden ist, das hat das ZEITmagazin in einer Deutschland-Eiskarte zusammengestellt. Ein Blick auf die Karte lohnt sich: Ob Köln, Stuttgart, Berlin, Tübingen, Magdeburg, Mannheim, Regensburg oder Chemnitz – Es gibt überall gutes Eis!!! 

Wir wünschen einen schönen Sommer und einen vorzüglichen Eisgenuss!

Das didaktik-Blog-Team.

 

12 Jul

Unkrautbestimmung und Live-Voting

Lesezeit: 3 Min -

Eine besondere Übung zur Unkrautbestimmung

Ein Gastbeitrag von Matthias Schumacher, Fg. Herbologie:

Smartphone QR Code

Ich denke, durch selbstständiges, praktisches Ausprobieren (mit kleinen Hilfestellungen) macht es den Studierenden am meisten Spaß zu lernen. Wer erinnert sich nicht am liebsten an Module, in denen man als Studierender mal praktisch anpacken konnte? An denen etwas anders war? Die überrascht haben? Unter diesem Gedanken ist auch das Modul „Integrierter Pflanzenschutz mit Übungen“ aufgebaut. Eine Woche wird hier geblockt auf dem Ihinger Hof verbracht und die Vorlesungen werden mit viel praktischer Lehre unterstützt.

BlumeEin Thema in dieser Woche ist die Artenvielfalt von Unkräutern und die Erhaltung seltener, gefährdeter Arten. Da es relativ lange dauert, die Merkmale der einzelnen Arten zu erklären, um diese erkennen zu können, war mein Gedanke, die Studierenden dies selbst entdecken und erlernen zu lassen, also Learning by Doing.
Als Hilfe hatten sie dafür einen Bestimmungsschlüssel für 21 Arten, die auf einem nahe gelegenen Feld ausgesät worden waren. Um den Lernerfolg kontrollieren zu können, brauchte ich irgendeine Art Rückverfolgung, auf die ich in einem Workshop der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik zur „Mobilen Lehre“ stieß. Weiterlesen

22 Mrz

Constructive Alignment 2 – Lernziele formulieren

Lesezeit: 2 Min -

Nun hatte ich ja vor einiger Zeit einen Artikel zum Constructive Alignment geschrieben und möchte dieses Thema nun gerne fortsetzen. Zum Verständnis des Konzepts, das ich in meinem letzten Artikel beschrieben hatte, gibt es mittlerweile auch einen schönen, kurzen Film. Dieser ist in einem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt zur Erstellung eines Oline-Moduls entstanden und zeigt in aller Kürze nochmals die Eckpunkte des Constructive Alignments auf:

Vor allem soll es in diesem Artikel aber um unterschiedliche Formen von Lernzielen gehen. Lernziele können auf verschiedenen Ebenen festgelegt werden. So können Lernziele für einen ganzen Studiengang verfasst werden, in denen deutlich wird, wozu Studierende in diesem Studiengang befähigt werden. Sie können sich aber auch auf eine einzelne Lehrveranstaltung oder eine Lehrsequenz beziehen. Die Formulierung von Lernzielen ist nicht immer ganz einfach. Dabei können Lernzieltaxonomien hilfreich sein. So zum Beispiel die Taxonomie kognitiver Lernziele nach Bloom et al. Sie hilft einerseits, passende Verben für die Formulierung der Lernziele zu finden und andererseits die Lernziele einem Komplexitätsgrad zuzuordnen.

Taxonomie Bloom

John Biggs und Catherine Tang empfehlen die Formulierung von  fünf bis sechs Lernzielen für eine Lehrveranstaltung. Dabei sollte darauf geachtet werden, sich tatsächlich auf die Beschreibung dessen zu konzentrieren, wozu der Kurs die Studierende am Ende des Semesters befähigt haben sollte. Dies sollte möglichst genau erfolgen.

Hierzu ein Beispiel: In einer Beschreibung zu einem Kurs steht der Satz: „Die Studierenden sollen das Konzept der freien Marktwirtschaft verstehen.“ Dieses Lernziel ist sehr ungenau, denn es wird nicht deutlich, was mit Verstehen gemeint ist: Sollen die Studierenden eine Definition wiedergeben können? Sollen sie dazu in der Lage sein, Unterschiede zwischen freier Marktwirtschaft und Planwirtschaft zu benennen?

Deutlicher wäre zum Beispiel folgendes Lernziel: „Die Studierenden können das Konzept der freien Marktwirtschaft in eigenen Worten beschreiben.“ Präzise formulierte Lernziele verweisen bereits auf die Lehrmethoden: Es wird darum gehen, mit den Studierenden zu üben, das Konzept beschreiben zu können. Zudem auf die Prüfung: In der Prüfung werden die Studierenden das Konzept in eigenen Worten beschreiben müssen. Hierzu mehr in einem nächsten Artikel….

10 Dez

Landeslehrpreis 2015

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Am 2. Dezember wurden im Stuttgarter neuen Schloss unter dem Titel Lehre-Leistung-Lob! die diesjährigen Landeslehrpreise vergeben. Für den Bereich der Universitäten gewannen Prof. Dr. Mathias Gutmann und Prof. Dr. Peter Nick vom Karlsruher Insitut für Technologie (KIT) mit ihrer gemeinsamen Veranstaltung Modellbildung und Ethik in der Biologie.

In meinen Augen verfolgen die beiden Lehrenden ein interessantes Konzept, mit dem sie Themen in den Vordergrund rücken, die im universitären Nebeneinander der Fächer viel zu selten Beachtung finden. Gutmann ist am Institut für Philosophie angesiedelt, Nick am Lehrstuhl für Molekulare Zellbiologie. Ihre gemeinsames, interdisziplinäres Lehrkonzept verbindet Fragen der Biologie mit Fragen der Philosophie. Den beiden Lehrenden geht es darum, gemeinsam mit Studierenden Erkenntnisse und Einsichten im Dialog zu entwickeln und auch die großen Fragen der Philosophie und der Biologie dabei nicht auszusparen. Für mich scheint es den Professoren Nick und Gutmann mit ihrem Lehrkozept zu gelingen, einerseits fachliche Grenzen zu verwischen und andererseits Studierende die Möglichkeit zu bieten, sich im Diskurs intensiv mit schwierigen Fragen auseinanderzusetzen und einen eigenen Standpunkt zu bestimmten Fragen zu entwickeln.

Lehre-Leistung-Lob1

Mit dem Preisgeld von 50.000 Euro wollen die beiden Preisträger ihrem Konzept Nachschub verleihen und es als Anschubfinanzierung für eine Akademie für kritische Interdisziplinarität nutzen. So soll das Konzept auch für andere Fachbereiche des KIT geöffnet werden.

Weitere Informationen zum Landeslehrpreis:

Pressemitteilung

landeslehrpreis.de

 

 

18 Sep

Neues Mediendidaktik-Programm online

Lesezeit: 1

Das neue Mediendidaktik-Programm der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik ist online. Die Anmeldung zu den verschiedenen Workshops erfolgt über die F.I.T.-Plattform.

Die Arbeitsstelle Hochschuldidaktik bietet ein gesondertes Programm zu Veranstaltungen rund um die Themen Mediendidaktik und E-Learning an. Dieses Angebot richtet sich an alle Lehrenden der Universität Hohenheim und kann für das Baden-Württemberg-Zertifiakt für Hochschuldidaktik angerechnet werden.

In den kommenden Monaten wird es im E-Learning-Programm um folgende Themen gehen:

  • Wie kann ILIAS in der Lehre genutzt werden?
  • Das Betreuen von virtuellen Projekten
  • Innovative Lehre mit den Hohenheimer Lernorten gestalten
  • Das interaktive Whiteboard in die Lehre einbinden

Falls Sie Anregungen oder Wünsche bezüglich der Themen oder Veranstaltungsformate haben, werde ich diese nach Möglichkeit gerne in das kommende Programm aufnehmen.

12 Aug

Constructive Alignment – 1. Ein hilfreiches Konzept für die Lehre

Lesezeit: 3 Min -

Ich habe vor, in der nächsten Zeit einige Artikel rund um das Thema Constructive Alignment zu verfassen. Dieser ist also der erste einer kleinen Reihe und soll die Idee des Constructive Alignment erstmal in seinen Grundzügen darstellen.

Um was geht es?

Das Constructive Alignment ist ein grundlegendes didaktisches Konzept, das bei der Konzeption von Lehrveranstaltungen sehr hilfreich sein kann.  Entwickelt wurde das Constructive Alignment von John Biggs, einem australischen Professor für pädagogische Psychologie. Gemeinsam mit Catherine Tang veröffentlichte er 1999 eine Zusammenfassung seines Konzepts in  „Teaching for quality learning at University“  – Ein empfehlenswertes Buch.

Das Konzept des Constructive Alignment beschreibt die Möglichkeit einer Lehre aus einem Guss. Biggs schlägt vor, Lernziele, Lehr-/Lernaktivitäten und die Prüfungsform aufeinander abzustimmen. Bei der Planung einer Lehrveranstaltung empfiehlt es sich zuerst die Lernziele festzulegen. Dahinter steht die Frage: Was sollen die Studierenden am Ende können, welche Kompetenzen sollen sie entwickeln? Hierbei kann es einerseits um die Wiedergabe von Wissen gehen, oder ader um die Anwendung von Gelerntem oder vielleicht um die Beurteilung bestimmter Sachverhalte aufgrund des Gelernten. Diese Ziele gilt es festzulegen um daraufhin zu überlegen, welche Lehr-/Lernaktivitäten nötig sind, um den Studierenden die Aneignung von bestimmten Sachverhalten bzw. die Entwicklung bestimmter Kompetenzen zu ermöglichen. Geht es also zum Beispiel darum, dass Studierende am Ende der Veranstaltung in der Lage sein sollten, bestimmte Pilzerkrankungen an Bäumen zu erkennen, dann könnte es eine nötige Lehr-/Lernaktivität sein, dass  Studierende gemeinsam üben, wie und anhand welcher Hinweise Pilzerkrankungen erkannt werden können. Es geht möglicher Weise also um das tatsächliche Üben dieser Fähigkeit.  Der dritte Aspekt, die Prüfung muss ebenso angepasst werden. Wie kann eine Prüfung gestaltet sein, in der Studierende tatsächlich das zeigen können, was dem intendierten Lernziel der Veranstaltung entspricht?

Was nützt es?

Durch die Anwendnung des Constructive Alignment gewinnt Ihre Lehre an Kohärenz und Transparenz. Manchmal ist es so, dass Lehrende sich darüber Gedanken machen, was sie lehren möchten. Studierende machen sich aber weniger über die Inhalte Gedanken als dass sie an der Frage interessiert sind, was denn geprüft wird. Mit dem Constructive Alignment werden Lehrziele, Lehr-Lernaktivitäten und Prüfungen so miteinander verschränkt, dass im Grunde alles streng auf die Lernziele ausgerichtet ist und sich kein Unterschied mehr aus der Perspektive der Lehrenden und jener der Studierenden ergibt.

 

 

24 Jun

Eine (Inter)aktive Übungsveranstaltung mit einer Großgruppe

Lesezeit: 4 Min -

                                                                                   

DSC_0066Ein Gastbeitrag von Stephanie Treger aus dem Fachgebiet BWL /Unternehmensführung

Ich glaube fest daran, dass Studierende, die zur Mitarbeit angeregt werden und die selbst nachdenken (statt Lösungen präsentiert zu bekommen) mehr Spaß am Lernen haben und darüber hinaus mehr lernen. Was aber, wenn es sich um eine sehr große Lehrveranstaltung handelt, wie die Übung zur Bachelorveranstaltung „Grundlagen der BWL“, in der knapp 500 Studierende zusammenkommen? Ist es möglich, mit 500 Studierenden eine aktive Übung durchzuführen? Wie erhalte ich als Lehrende Feedback, ob die Aufgaben zu schwer/zu leicht sind und ob sie verstanden wurden? Und wieviel Interaktion ist bei dieser Gruppengröße überhaupt möglich?

Im Rahmen von drei Übungsterminen im Wintersemester 2014/15 habe ich versucht, verschiedene aktivierende Methoden umzusetzen. Insbesondere durch die Integration von ILIAS konnte ich mich bereits vor der Veranstaltung auf die Stärken und Schwächen der Gruppe einstellen.

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