11 Sep

Stimme und Sprechen im Hörsaal: Sprechen mit dem Mikrofon

Lesezeit: 1

Im zweiten Videobeitrag, den Frau Zöllner im Rahmen des Projekts LEAP („Lehrentwicklung – Angebote für Professorinnen und Professoren“) aufgenommen hat, geht es um die Nutzung des Mikrofons im Hörsaal (den ersten Videobeitrag zum Thema „Stimmtraining“ finden Sie hier).

Mikrofone werden von Lehrenden häufig mit einiger Skepsis betrachtet und ungern genutzt – zu Unrecht, wenn man einige Grundregeln beherzigt, die Frau Zöllner im folgenden Video erläutert.

 

Wenig Zeit? Mit folgenden Links können Sie direkt ins Video springen (die Links öffnen ein neues Fenster oder einen neuen Tab):

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17 Jul

Video Tutorial: Stimme und Sprechen im Hörsaal

Lesezeit: 2 Min -

Wenn über „Medieneinsatz in der Lehre“ gesprochen wird, kommt das wichtigste Medium oft zu kurz: die Stimme der Lehrenden. Sie ist und bleibt im Hörsaal das wichtigste Instrument, um Präsenz zu erzeugen und die Aufmerksamkeit von Studierenden auf die Lehrinhalte zu lenken.

Die Stimme „belebt“ mit ihrer Variation und Modulation den Vortrag. Oder eben nicht – eine gereizte oder überforderte Stimme kann bei Sprechern wie Hörern sehr schnell zum Verdruss führen.

Stimm- und Sprechtrainerin Maxi Zöllner war im Rahmen des Projekts LEAP („Lehrentwicklung – Angebote für Professorinnen und Professoren“) schon letzten Sommer in Hohenheim zu Besuch, um mit Professorinnen und Professoren über die Lehre im Hörsaal zu diskutieren. Im Anschluss bot sie halbstündige persönliche Coachingsitzungen im Hörsaal B1 an, die im Nu vergeben waren.

Aufgrund der großen Nachfrage haben wir mit ihr für das LEAP-Projekt nun Video-Tutorials aufgenommen, in denen sie kurz und knackig die wichtigsten Themen rund um das Sprechen im Hörsaal aufbereitet. Das erste Tutorial veranschaulicht Stimmübungen für die Lehrpraxis. Die Übungen sind als Warm-up-Programm vor der Vorlesung geeignet, aber auch als individuelles „Trainingsprogramm für den Hörsaal“.

Viel Spaß!

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25 Okt

„Mündlich Prüfen – Kompetenzorientiert Prüfen“: zweiteiliger Workshop für Professorinnen und Professoren am 04.11. in Tübingen

Lesezeit: 2 Min -

Symbolbild "Prüfen"

Prüfen ist eine der anspruchsvollsten Tätigkeiten in der Lehre. Die Anforderung, Prüfungen kompetenzorientiert zu gestalten, trägt zur Herausforderung bei, bietet aber auch Gestaltungschancen.

Ende nächster Woche findet an der Universität Tübingen im Rahmen des LEAP-Projekts der zweiteilige Workshop  „Mündlich Prüfen – Kompetenzorientiert Prüfen: Die eigene Prüfungspraxis zweckmäßig und praktikabel gestalten“  für Professorinnen und Professoren statt.

Teilnehmen können alle Professorinnen und Professoren der Universitäten Tübingen und Hohenheim – für Kurzentschlossene sind noch Plätze frei. Beide Teile können separat und unabhängig voneinander besucht werden.


Teil 1: Mündlich Prüfen
Freitag, 04.11.20168:30-12:00 Uhr
Gästehaus Albblick, Paul-Lechler-Straße 20, 72076 Tübingen

„Mündliche Prüfungen oder schriftliche Arbeiten mit mündlichen Anteilen können sehr gezielt das Lernen stimulieren und den Aufwand fürs Prüfen und Bewerten reduzieren. Im ersten Teil des Workshops prüfen Sie ein Ihnen unbekanntes Thema und werden im Gegenzug auch dazu geprüft. Sie werden für beide Rollen instruiert. Wir diskutieren Aufwand und Ertrag und Sie entwickeln eine Prüfungsanlage, die in Ihre Praxis passt.“

Teil 2: Kompetenzorientiert Prüfen
Freitag, 04.11.201613:00-16:30 Uhr
Gästehaus Albblick, Paul-Lechler-Straße 20, 72076 Tübingen

„Kompetenzziele werden am besten im Zusammenhang mit Aufgaben geprüft, welche die Studierenden selbständig, auch zu Hause erledigen können. Die Aufträge zu den Aufgaben und auch die Bewertungskriterien orientieren sich an den Kompetenzzielen.

Im zweiten Teil des Workshops untersuchen wir Ihre Ausbildungsziele, machen daraus operationalisier- und damit prüfbare Kompetenzziele und entwerfen Aufträge und Bewertungsraster.“


Leitung: Prof. Dr. Manfred Künzel, Priv. Hochschule Wirtschaft Bern, ist seit vielen Jahren als Berater für Studiengangsentwicklung und als Hochschuldidaktiker tätig.

Hier finden Sie die Veranstaltungsankündigung auf der Website der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik Tübingen mit Anmeldeinformationen: [Link].

Weitere aktuelle Veranstaltungen zum Thema „Prüfen“ im HDZ

Das HDZ bietet in seinem landesweiten Programm auch dieses Jahr noch weitere Veranstaltungen zum Thema Prüfen an, die allen Lehrenden offenstehen:

Datum
Thema
Uni/Ort
Referent/in
03.11.2016 Studierende mündlich prüfen Freiburg Prof. Dr. Rolf Dubs
 23.11.2016 Schwerpunkt Prüfen: Classroom Assessment Techniques als Lernaktivitäten und formative Leistungsüberprüfung Heidelberg Dipl.-Päd. Stefanie Maria Lorenz

(aus dem Gesamtprogramm des HDZ mit Anmeldemöglichkeit unter https://tcmanager.scc.kit.edu/hdz/result.jsp)

20 Jul

Vortrag mit Erfahrungsaustausch für Professorinnen und Professoren: Methodische Bausteine für die Lehre im Hörsaal

Lesezeit: 2 Min -

Im Rahmen des LEAP-Projektes kommt am 28. Juli Frau Maxi Zöllner nach Hohenheim. Frau Zöllner ist deutschlandweit an Universitäten als hochschuldidaktischer Coach, Stimm- und Sprechtrainerin tätig. Um die Mittagszeit wird sie im Rahmen eines Vortrags mit Erfahrungsaustausch für Professorinnen und Professoren die „Herausforderung Hörsaal“ beleuchten.

Im Anschluss daran haben sechs Hohenheimer Professorinnen und Professoren am Nachmittag die Möglichkeit zu einem individuellen, speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Personal Training zum Thema „Stimme und Sprechen“. Das Training wird direkt im Hörsaal stattfinden (die Plätze wurden bereits vergeben).

Im LEAP-Projekt werden an der Universität Hohenheim unter anderem hochschuldidaktische Angebote für Professorinnen und Professoren getestet, die einen besonders niederschwelligen Zugang zur Hochschuldidaktik erlauben – etwa im Rahmen eines „Lehr-Lunch“,  oder in Form von hochschuldidaktischen Impulsen wie diesem, mit der Möglichkeit individuell planbarer Vertiefung (z. B. durch eine videogestützte Hospitation oder einen kollegialen Lehrbesuch).

Zum Ende des Projekts werden die Erfahrungen an den beiden durchführenden Universitäten (Hohenheim und Tübingen) zu einem Pool an Formaten, Materialien, Methoden und Erfahrungen  gebündelt, der allen neun hochschuldidaktischen Arbeitsstellen im Netzwerk des HDZ als Ressource und Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung zur Verfügung steht.

Am Vortrag und Erfahrungsaustausch teilnehmen können alle Professorinnen und Professoren der Universitäten Tübingen und Hohenheim (Anmeldung ist nicht erforderlich).

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„Methodische Bausteine für die Lehre im Hörsaal –  Vortrag und Erfahrungsaustausch für Professorinnen und Professoren“

Ort:           S09 (Fruwirthstr. 21 EG)

Termin:      Do, 28. Juli 2016, 11.00-13.30 Uhr

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Gelegenheiten zu einer umfassenderen Beschäftigung mit den Themengebieten „Stimme“ und „Hörsaal“ bietet das HDZ mit folgenden Workshopangeboten, die allen Lehrenden offenstehen:

Datum
Thema
Uni/Ort
Referent/in
27.10.2016 – 28.10.2016 Stimmtraining für Dozenten und Dozentinnen Hohenheim Christoph Werren
25.07.2016 – 26.07.2016 Stimme als Medium in der Lehre Stuttgart Emily Pfankuch
22.09.2016 – 23.09.2016 Sprechen und Auftreten – Praktisches Performance-Training für Lehrende Mannheim Maxi Zöllner
10.10.2016 Effektive Vorlesungen Konstanz Dr. Andreas Fleischmann
03.11.2016 – 04.11.2016 Sprechen und Auftreten – Praktisches Performance-Training für Lehrende Konstanz Maxi Zöllner

(aus dem Gesamtprogramm des HDZ unter https://tcmanager.scc.kit.edu/hdz/result.jsp)

18 Mai

Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag, Herr Glombitza-Cevey?

Lesezeit: 4 Min -

Ich bin seit 2014 in Hohenheim, und für das Projekt LEAP verantwortlich. LEAP steht für „Lehrentwicklung: Angebote für Professorinnen und Professoren“ und ist ein Kooperationsprojekt, das die Universitäten Hohenheim und Tübingen für das Hochschuldidaktikzentrum Baden-Württemberg (HDZ) durchführen. Projektleiter ist Herr Professor Kruse. Ziel des Projekts ist es, ein hochschuldidaktisches Programm speziell für die Zielgruppe zusammenzustellen, das den besonderen Anforderungen und Bedarfen von Professorinnen und Professoren gerecht wird.

Die Idee zum Projekt entstand aus der langjährigen Erfahrung, dass die Zielgruppe der Professorinnen und Professoren nur zu sehr geringem Anteil von hochschuldidaktischen Maßnahmen profitiert. Es gibt ja einerseits im HDZ ein sehr reichhaltiges und auch erfolgreiches hochschuldidaktisches Angebot, das alle Baden-Württembergischen Landesunis gemeinsam bestreiten, und das sich an Lehrende aus allen Statusgruppen richtet. Professorinnen und Professoren nehmen allerdings nur zu einem sehr geringem Anteil daran teil. Die Gründe für die geringe Teilnahme sind vielfältig und teils individuell (und auch nicht auf Baden-Württemberg beschränkt, vgl. Wildt 2009: 226), am häufigsten wird jedoch angeführt, dass bestehende Angebote des HDZ  von Professorinnen und Professoren als nicht passend wahrgenommen werden.

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09 Feb

„Sind Sie noch da?“ – Aufmerksamkeitslenkung in der Vorlesung

Lesezeit: 5 Min -

Ihm komme es vor, als sei „zwischen dem Katheder und den Zuhörern eine Art von Schranke […], die sich kaum übersteigen läßt“, so schreibt Schiller nach seiner Antrittsvorlesung 1789 in Jena an einen Freund. Er vermisse die „Möglichkeit, sich, wie im Gespräch, an die Fassungskraft des anderen anzuschmiegen“ (Schiller 1982: 245, zitiert in Apel 1999).

Professorentraining

Foto: Universität Hohenheim

Ein gewisses Misstrauen in die didaktische Effizienz des Veranstaltungsformats „Vorlesung“ ist nichts grundsätzlich Neues. Schon häufig wurde sie als veraltetes Modell akademischer Lehre gescholten und zum „Auslaufmodell“ erklärt. Jedoch: nach einer deutschlandweiten Auswertung von Modulhandbüchern (Kerres & Schmidt 2011) stellen Vorlesungen zwischen 40 und 50% aller Veranstaltungen in Bachelor-Studiengängen der Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In Zeiten des anhaltenden Wachstums der Studierendenzahlen erscheint die Vorlesung als Mittel der Wahl, um den Ansturm zu bewältigen. Einiges spricht dafür, dass im Hinblick auf die neueren didaktisch-technischen Möglichkeiten des Blended Learning eine konzeptionelle Neuverortung des Formats in vielen Fällen sinnvoll und hilfreich sein könnte (Stichwort „inverted classroom„). Bisher sind im Universitätsalltag Vorlesungen eher traditionellen Zuschnitts jedoch der Regelfall.

Plato's_Academy_mosaic_from_Pompeii

Vorlesung „damals“ (Platons Akademie, Mosaikfußboden in Pompeji, 1. Jahrhundert n. Chr. Quelle: Wikimedia Foundation)

Dabei dürfte jede Lehrende, die schon einmal „am Katheder“ stand, dann und wann das Gefühl beschlichen haben, nur einen Bruchteil der Studierenden wirklich zuverlässig zu erreichen – zumal in jüngerer Zeit, wenn man immer häufiger in fahl beleuchtete Gesichter blickt, die, anstatt aufmerksam dem Vortrag zu lauschen, in ihre kleineren und größeren Bildschirme versunken scheinen (über deren Inhalt man stets nur mehr oder weniger wohlwollend mutmaßen kann). Auch das Thema „Lautstärke“ sorgt im Hörsaal oft für ein gewisses Unbehagen – sei es, weil man sich selten wirklich sicher sein kann, dass die Mikrofonanlage auch für die hintersten Reihen noch brauchbare Ergebnisse liefert, sei es, weil der Grundpegel im Auditorium auf- und abschwillt, und dabei vom Ideal des „stillen Zuhörens“ bisweilen gehörig abweicht.

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02 Sep

Mal eben so auf Englisch lehren?

Lesezeit: 10 Min -

Englisch als Unterrichtssprache an Hochschulen ist seit Jahren auf dem Vormarsch. Die Zahl der rein auf Englisch angebotenen Studiengänge an deutschen Hochschulen hat sich in den letzten zehn Jahren knapp verdreifacht1. Englisch hat sich international als akademische Lingua Franca fest etabliert, besonders im naturwissenschaftlichen Bereich und in den Ingenieurswissenschaften. Auch die Universität Hohenheim bietet aktuell 132 von insgesamt 25 Master-Studiengängen auf Englisch an. Dieser Artikel soll einen Aufriss über die Herausforderungen bieten, die damit insbesondere für die Lehre(nden) verbunden sind.

  • World Englishes: Haben Sie ein gutes Ohr?
Die Sprecher der drei folgenden kurzen Clips sind international students aus Syrien, China und Indien. Sie sprechen darüber, wie gut sie sich im Englischen verständigen können, und welche Strategien sie dabei nutzen – aber hier soll es weniger um den Inhalt gehen. Ihr gesprochenes Englisch ist nicht nur durch Akzent deutlich gefärbt, auch Wortwahl, Satzbau, Intonation, und Sprechrhythmus sind höchst unterschiedlich – man muss sich einhören.

Können Sie vom bloßen Zuhören die Sprecher ihren Ländern zuordnen? (zur Auflösung:3)

Sprecher 1:

Sprecher 2:

Sprecher 3:

Quelle: Projekt TELF – Tübingen English as a Lingua Franca


 

Englisch an deutschen Hochschulen: eine Herausforderung für die Forschung…

Außer Frage steht laut einer Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur „Sprachenpolitik an deutschen Hochschulen“, dass eine Verankerung auf internationaler Ebene für exzellente Forschung unabdingbar ist, denn Wissenschaft ist ihrem Wesen nach international, multikulturell und multilingual (vgl. HRK 2011: 2). Englisch ist die unangefochtene Lingua Franca der internationalen Forschung, und die Existenz einer gemeinsamen Sprache fördert  Entstehung und Vertiefung einer globalen scientific community. Trotzdem ist diese Entwicklung nicht frei von Herausforderungen. Im Feld der Forschung Weiterlesen


  1. von 391 Studiengängen deutschlandweit im WS 2005/2006 auf 1.107 (Quelle: taz, erschienen am 19.03.15 )  

  2. Agricultural Economics M.Sc., Agricultural Sciences in the Tropics & Subtropics M.Sc., Bioeconomy M.Sc, Crop Sciences M.Sc., Economics M.Sc., Environmental Protection & Agricultural Food Production M.Sc., Environmental Science – Soil, Water & Biodiversity M.Sc., Earth System Science M.Sc., Food Microbiology and Biotechnology M.Sc., Food Science and Engineering M.Sc., International Business and Economics M.Sc., Landscape Ecology M.Sc., Organic Agriculture & Food Systems M.Sc. 

  3. Auflösung: Sprecher 1 stammt aus China; Sprecher 2 ist aus Indien (Muttersprache: Marathi); Sprecher 3 ist arabische Muttersprachlerin aus Syrien 

30 Jun

Kleines ABC des HDZ: das Hochschuldidaktikzentrum Baden-Württemberg

Lesezeit: 4 Min -
HDZ-Logo

HDZ-Logo

HDZ  – die meisten in der Lehre tätigen Universitätsangehörigen werden wissen, dass die drei Buchstaben für „Hochschuldidaktikzentrum“ stehen – sie haben dort vielleicht selbst Kurse besucht, oder doch zumindest von MitarbeiterInnen oder KollegInnen davon gehört. Es gibt jedoch immer wieder Verwirrung darüber, was das HDZ eigentlich „ist“: handelt es sich um eine Einrichtung der Uni Hohenheim?  Gibt es HDZs auch an anderen Universitäten? Was genau ist der Auftrag der Einrichtung,  wie ist sie entstanden? Dieser Beitrag soll eine kurze Klärung liefern.

Landesweites Netzwerk zur Qualitätssteigerung in Lehre und Studium

Tatsächlich gibt es das HDZ in Baden-Württemberg (und auch bundesweit) nur einmal. Es ist ein von den baden-württembergischen Universitäten betriebenes Netzwerk, das an jeder der neun Landesuniversitäten durch eine hochschuldidaktische Arbeitsstelle vertreten ist. Zudem gibt es eine Geschäftsstelle, angesiedelt bei der Landesrektorenkonferenz in Stuttgart. Gegründet wurde der Verbund im Jahr 2001, auf Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst hin, mit dem erklärten Ziel die Qualität der Lehre zu verbessern und so die Qualität des Studiums für Studierende zu erhöhen. Seit 2007 finanzieren die Universitäten das Netzwerk eigenständig. In einem Kooperationsvertrag ist festgelegt, welche Pflichten für die einzelnen Universitäten mit der Mitgliedschaft im Netzwerk verbunden sind – etwa die Bereitstellung von personellen Mitteln und Sachmitteln in einem bestimmten Umfang, der sich nach der Zahl der Lehrenden bemisst. Das HDZ geht damit den jüngeren Bemühungen um die Hochschullehre, die etwa im Rahmen des „Qualitätspakts Lehre“ angestoßen wurden, um eine volle Dekade voraus. Als langfristig angelegte, bewährte Struktur wird es diese zeitlich begrenzten Förderprogramme (in die die Arbeitsstellen vielerorts intensiv eingebunden sind) voraussichtlich weit überdauern.

HDZ-Programm und Baden-Württemberg Zertifikat: erfolgreich akkreditiert

Gemeinsam bieten Weiterlesen

06 Mrz

Erfahrungen – Impulse – Konzepte: Hochschuldidaktik für Professorinnen und Professoren in Baden-Württemberg

Lesezeit: 2 Min -

Am 9./10. März findet in der Evangelischen Akademie Bad Boll die Workshopkonferenz „Erfahrungen – Impulse – Konzepte: Hochschuldidaktik für Professorinnen und Professoren in Baden-Württemberg“ statt. Sie wird veranstaltet im Rahmen des LEAP-Projekts (Lehrentwicklung – Angebote für Professorinnen und Professoren), das die Universitäten Hohenheim und Tübingen zur Zeit für das Hochschuldidaktikzentrum Baden-Württemberg durchführen.

Die universitäre Lehre hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Professorinnen und Professoren in ihrer Leitungsfunktion stehen dabei stetig vor neuen Aufgaben und Herausforderungen: die Bologna-Reform mit der Einführung gestufter Studiengänge, der Qualitätspakt Lehre, die Internationalisierung, die Neukonzeption der Lehramtsstudiengänge etc. All diese Prozesse erfordern tiefgreifende Änderungen der Studienstrukturen. Damit verbunden sind didaktische Paradigmenwechsel mit dem Ziel der Verbesserung der Qualität der Lehre wie die Perspektivänderung vom Lehrprozess hin zu den Lernprozessen der Studierenden, die Kompetenzorientierung und die Forderung nach Einbezug der scholarship of teaching.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass gezielte Unterstützung notwendig ist, damit diese Herausforderungen erfolgreich und effizient bewältigt werden können. Doch erfahrungsgemäß ist die Zielgruppe der Professorinnen und Professoren durch ein allgemeines hochschuldidaktisches Workshop-Programm nur schwer zu erreichen. Damit diese Zielgruppe erreicht wird, ist ein Angebot nötig, das im Hinblick auf Formate und Themen gezielt auf ihre Bedarfe und Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Das Projekt LEAP hat zum Ziel, ein landesweites Qualifikationskonzept zu entwickeln, das diese Anforderungen optimal erfüllt. Ziel der Workshopkonferenz ist es, die vorhandenen Erfahrungen mit hochschuldidaktischen Angeboten für Professorinnen und Professoren zu bündeln und offene Problemfelder zu diskutieren. Im Kreis der Mitglieder des HDZ sollen, gemeinsam mit externen Impulsgebern, im Projekt erarbeitete Konzeptelemente überprüft und weitergedacht werden.

Weitere Informationen, sowie das Programm, finden Sie unter

http://leap-bw.de

16 Feb

Wie prüft man „kompetenzorientiert“?

Lesezeit: 4 Min -

Im Zuge des Bologna-Prozesses kommt der Kompetenzorientierung grundsätzliche Bedeutung zu, mit dem Ziel, die Berufs- und Beschäftigungsfähigkeit der Studierenden zu erhöhen. Kompetenzorientierte Lehre erhebt den Anspruch, dass Studierende über den Wissenserwerb hinaus Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, ihr Fachwissen problembezogen, methodisch und im sozialen Austausch anzuwenden. Die Einlösung dieses Anspruchs erfordert in der Praxis einen Perspektivwechsel hin zu studierendenzentrierten Lehr-/Lernprozessen („shift from teaching to learning“): Studiengänge, Module und Veranstaltungen sind nicht mehr in erster Linie über Inhalte eines Fachgebiets zu definieren, sondern dadurch, was Studierende nach erfolgreichem Abschluss können sollen. Dieser Perspektivwechsel stellt besondere Anforderung an die Prüfungspraxis, denn es gilt, nicht allein gelerntes Wissen abzuprüfen, sondern das Vorhandensein komplexer fachbezogener und überfachlicher Kompetenzen zu beurteilen, und Studierenden fachliche Rückmeldung zu ihrer Kompetenzentwicklung zu geben.

Gestaltung kompetenzorientierter Prüfungen

Prüfungsaufgaben und -formen erfüllen dann den Anspruch der Kompetenzorientierung, wenn Weiterlesen