03 Nov

Neues HDZ-Programm 2017 erschienen!

Lesezeit: 4 Min -

foto-ottenbacher-beratungssituationSoeben ist das neue Programm für 2017 des HDZ-Baden-Württemberg erschienen. Seit mittlerweile 15 Jahren unterstützt das HDZ alle Lehrenden der Landesuniversitäten dabei, ihre hochschuldidaktischen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Das vollständige Programm sowie weitere Informationen zum HDZ finden Sie hier. Die Anmeldung zu den Workshops ist ab 7.11.2016 hier möglich.

Tanja Ottenbacher, Leiterin der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik der Universität Hohenheim und Ansprechpartnerin für Infos und Fragen zum HDZ, stellt in einem Interview mit dem Didaktikblog das neue Programm vor.

Frau Ottenbacher, welche hochschuldidaktischen Themenfelder wurden bei der Programmplanung für das Jahr 2017 berücksichtigt?

Wir haben wie auch in den vergangenen Jahren bei der Planung des neuen Programms versucht, verschiedene hochschuldidaktische Themenbereiche abzudecken. Bei der Planung haben wir sowohl den aktuellen Bedarf an hochschuldidaktischen Themen, wie z.B. „Studierende bei Abschlussarbeiten betreuen“, berücksichtigt als auch Angebote, die in den vergangen Jahren immer wieder schnell ausgebucht waren, wie das „Stimmtraining für Dozentinnen und Dozenten“. Zudem haben wir einige neue Themen, wie „Service Learning“,  ins Programm aufgenommen sowie als neue Formate z.B. Webinare. Damit wollen wir den aktuellen Entwicklungen in der Lehre gerecht werden. Nicht fehlen darf das Grundlagentraining „Fit für die Lehre“, das im Modul I des „Baden-Württemberg-Zertifikats für Hochschuldidaktik“ ein fester Bestandteil ist. Aufgrund der großen Nachfrage zu diesem Seminar, werden wir es auch 2017 wieder in jedem Semester anbieten.

Welche Aspekte sind Ihnen persönlich bei der Programmgestaltung wichtig?

Bei der Programmgestaltung sind mir vor allem die Rückmeldungen der Teilnehmenden wichtig. Durch die Beratungsgespräche oder auch durch die Evaluationsbögen bekomme ich in der Regel ein gutes Gespür dafür, in welchen Bereichen die Lehrenden gerade Angebote benötigen.

Wie haben sich die Themenfelder des HDZ-Programms in den vergangenen 15 Jahren verändert und welche davon stehen aktuell im Fokus der Hochschuldidaktik?

Es gibt immer wieder aktuelle Trends, die sich dann natürlich auch im Programm niederschlagen. Zu Beginn des HDZ vor 15 Jahren gab es keine Angebote im E-Learning-Bereich, ganz zu schweigen von Angeboten, wie Online-Seminaren oder Webinaren. Da hat sich durch den konsequenten Einzug der neuen Medien in die universitäre Lehre doch viel geändert. Mittlerweile gibt es auch einige englischsprachige Angebote im Programm. Hier hat sich natürlich durch die Bologna-Reform einiges getan. Dadurch, dass viele Lehrveranstaltungen zwischenzeitlich in englischer Sprache abgehalten werden, hat sich auch eine entsprechende Nachfrage nach englischsprachigen Workshops entwickelt.

Was müssen interessierte Lehrende tun, um sich für die Workshops anzumelden? Gibt es bestimmte Voraussetzungen?

Bestimmte Voraussetzungen gibt es nicht. Man muss lediglich Lehrende/r an einer der neun Landesuniversitäten sein. Wenn man sich zum ersten Mal über die HDZ-Seite anmeldet, muss ein Nutzerkonto erstellt werden. Danach kann man sich jederzeit mit dem Passwort einloggen und sich zu Seminaren an allen neun Landesuniversitäten anmelden. Nur beim ersten Modul, insbesondere bei „Fit für die Lehre“, sollte beachtet werden, dass es  an der Heimatuni absolviert wird.

Das HDZ Baden-Württemberg bietet auch die Möglichkeit, in einem Zertifikatsprogramm das ministerielle „Baden Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik“ zu erwerben. Welche Voraussetzungen sind dafür zu erfüllen?

Ich versuche mal, diese Fragen kurz zu erklären, was gar nicht so einfach ist. Das BW-Zertifikat umfasst drei Module mit insgesamt 200 AE (1 AE = 45 Minuten). Modul I und Modul II umfassen jeweils 60 AE, Modul III umfasst 80 AE. Jedes Modul kann auch einzeln abgeschlossen werden. Idealerweise sollte man mit Modul I beginnen. Modul I umfasst das Grundlagentraining „Fit für die Lehre“, kollegiale Praxisberatung, eine kollegiale Lehrhospitation sowie eine schriftliche Reflexion. Das zweite Modul besteht aus dem Besuch von hochschuldidaktischen Seminaren. Diese sollten vier aus sieben angebotenen Themenbereichen abdecken. Vor Modul III , in welchem ein individueller Schwerpunkt gelegt wird, findet mit mir ein Beratungsgespräch satt. In diesem Gespräch wird gemeinsam der Schwerpunkt von Modul III festgelegt. Wichtig ist mir dabei, dass wir etwas finden, das nicht nur für das Zertifikat erarbeitet wird, sondern der/m Lehrenden oder dem Lehrstuhl nützlich ist.

Das ist jetzt sicherlich sehr verwirrend und viel. Deshalb würde ich wohl doch eher anbieten, dass sich die Lehrenden bei Fragen zum Zertifikat direkt an mich wenden und wir die offenen Fragen dann in einem persönlichen Gespräch oder Telefonat klären.