09 Aug

nexus-Tagung „Kompetenzorientiert Prüfen“

Lesezeit: 4 Min -
Foto: Universität Hohenheim/Oskar Eyb

Foto: Universität Hohenheim/Oskar Eyb

Das Projekt „nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern“ der HRK hat sich die Optimierung der Studieneingangsphase, die Förderung der Mobilität während des Studiums sowie den Übergang in das Beschäftigungssystem als Schwerpunkte gesetzt. In diesem Zusammenhang fand zu einem der Kernthemen – dem kompetenzorientierten Prüfen – am 12. Juli 2016 eine Tagung an der Universität Duisburg-Essen statt.

Der Vortrag von Dr. Christoph Schindler der TUM School of Education zum Projekt „Herausforderung Prüfen“ lieferte zu Beginn eine klar umrissene Konzeption darüber, wie der Kompetenzbegriff im Projektkontext aufgefasst wurde und wie davon ausgehend ein Gesamtpaket aus kompetenzorientierter Lehre, Aufgaben und Prüfungen entstehen kann. Ziel des Projekts war es, Weiterlesen

27 Jul

Ab in die Eisdiele

Lesezeit: 1 Min -

Eis! Eis! Eis!

Auch wenn die Sonne in den letzten Tagen keine ganz so treue Begleiterin war, kann ein gutes Eis doch wohl nicht schaden!? Wo ein solches zu finden ist, das hat das ZEITmagazin in einer Deutschland-Eiskarte zusammengestellt. Ein Blick auf die Karte lohnt sich: Ob Köln, Stuttgart, Berlin, Tübingen, Magdeburg, Mannheim, Regensburg oder Chemnitz – Es gibt überall gutes Eis!!! 

Wir wünschen einen schönen Sommer und einen vorzüglichen Eisgenuss!

Das didaktik-Blog-Team.

 

20 Jul

Vortrag mit Erfahrungsaustausch für Professorinnen und Professoren: Methodische Bausteine für die Lehre im Hörsaal

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Lesezeit: 2 Min -

Im Rahmen des LEAP-Projektes kommt am 28. Juli Frau Maxi Zöllner nach Hohenheim. Frau Zöllner ist deutschlandweit an Universitäten als hochschuldidaktischer Coach, Stimm- und Sprechtrainerin tätig. Um die Mittagszeit wird sie im Rahmen eines Vortrags mit Erfahrungsaustausch für Professorinnen und Professoren die „Herausforderung Hörsaal“ beleuchten.

Im Anschluss daran haben sechs Hohenheimer Professorinnen und Professoren am Nachmittag die Möglichkeit zu einem individuellen, speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Personal Training zum Thema „Stimme und Sprechen“. Das Training wird direkt im Hörsaal stattfinden (die Plätze wurden bereits vergeben).

Im LEAP-Projekt werden an der Universität Hohenheim unter anderem hochschuldidaktische Angebote für Professorinnen und Professoren getestet, die einen besonders niederschwelligen Zugang zur Hochschuldidaktik erlauben – etwa im Rahmen eines „Lehr-Lunch“,  oder in Form von hochschuldidaktischen Impulsen wie diesem, mit der Möglichkeit individuell planbarer Vertiefung (z. B. durch eine videogestützte Hospitation oder einen kollegialen Lehrbesuch).

Zum Ende des Projekts werden die Erfahrungen an den beiden durchführenden Universitäten (Hohenheim und Tübingen) zu einem Pool an Formaten, Materialien, Methoden und Erfahrungen  gebündelt, der allen neun hochschuldidaktischen Arbeitsstellen im Netzwerk des HDZ als Ressource und Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung zur Verfügung steht.

Am Vortrag und Erfahrungsaustausch teilnehmen können alle Professorinnen und Professoren der Universitäten Tübingen und Hohenheim (Anmeldung ist nicht erforderlich).

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„Methodische Bausteine für die Lehre im Hörsaal –  Vortrag und Erfahrungsaustausch für Professorinnen und Professoren“

Ort:           S09 (Fruwirthstr. 21 EG)

Termin:      Do, 28. Juli 2016, 11.00-13.30 Uhr

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Gelegenheiten zu einer umfassenderen Beschäftigung mit den Themengebieten „Stimme“ und „Hörsaal“ bietet das HDZ mit folgenden Workshopangeboten, die allen Lehrenden offenstehen:

Datum
Thema
Uni/Ort
Referent/in
27.10.2016 – 28.10.2016 Stimmtraining für Dozenten und Dozentinnen Hohenheim Christoph Werren
25.07.2016 – 26.07.2016 Stimme als Medium in der Lehre Stuttgart Emily Pfankuch
22.09.2016 – 23.09.2016 Sprechen und Auftreten – Praktisches Performance-Training für Lehrende Mannheim Maxi Zöllner
10.10.2016 Effektive Vorlesungen Konstanz Dr. Andreas Fleischmann
03.11.2016 – 04.11.2016 Sprechen und Auftreten – Praktisches Performance-Training für Lehrende Konstanz Maxi Zöllner

(aus dem Gesamtprogramm des HDZ unter https://tcmanager.scc.kit.edu/hdz/result.jsp)

12 Jul

Unkrautbestimmung und Live-Voting

Lesezeit: 3 Min -

Eine besondere Übung zur Unkrautbestimmung

Ein Gastbeitrag von Matthias Schumacher, Fg. Herbologie:

Smartphone QR Code

Ich denke, durch selbstständiges, praktisches Ausprobieren (mit kleinen Hilfestellungen) macht es den Studierenden am meisten Spaß zu lernen. Wer erinnert sich nicht am liebsten an Module, in denen man als Studierender mal praktisch anpacken konnte? An denen etwas anders war? Die überrascht haben? Unter diesem Gedanken ist auch das Modul „Integrierter Pflanzenschutz mit Übungen“ aufgebaut. Eine Woche wird hier geblockt auf dem Ihinger Hof verbracht und die Vorlesungen werden mit viel praktischer Lehre unterstützt.

BlumeEin Thema in dieser Woche ist die Artenvielfalt von Unkräutern und die Erhaltung seltener, gefährdeter Arten. Da es relativ lange dauert, die Merkmale der einzelnen Arten zu erklären, um diese erkennen zu können, war mein Gedanke, die Studierenden dies selbst entdecken und erlernen zu lassen, also Learning by Doing.
Als Hilfe hatten sie dafür einen Bestimmungsschlüssel für 21 Arten, die auf einem nahe gelegenen Feld ausgesät worden waren. Um den Lernerfolg kontrollieren zu können, brauchte ich irgendeine Art Rückverfolgung, auf die ich in einem Workshop der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik zur „Mobilen Lehre“ stieß. Weiterlesen

29 Jun

forschen@studium – Tagungsbericht zu studentischer Forschung, forschungsnahem Lehren und Lernen

Lesezeit: 3 Min -

Zwei Tagungen an der Universität Oldenburg von 8.-10.6.2016 brachten studentische Forschung und Fachdiskussionen über forschungsnahes Lehren und Lernen zusammen. Hohenheimer Studierende und Lehrende wirkten rege mit.

20160608_133812Konferenz für studentische Forschung | 8.-9.6.2016

Die Konferenz für studentische Forschung war die erste ihrer Art in Deutschland, fächerübergreifend und mit Teilnehmern aus ganz Deutschland. In Großbritannien, Australien, Brasilien und den USA haben ähnliche Konferenzen bereits Tradition. In den USA heißen die Studierendenkonferenzen „Undergraduate Research opportunity-Program“ (UROP) und werden jährlich an wechselnden Hochschulen von der Dachorganisation CUR (Council on Undergraduate Research) ausgerichtet. Dabei nehmen rund 3.000 Studierende und Betreuer von verschiedenen Hochschulen teil. Gründe für die Studierenden teilzunehmen sind – das Präsentieren der eigenen Arbeit, das Diskutieren und der Austausch mit anderen Studierenden, das Üben der eigenen Fähigkeiten sowie das Netzwerken, auch mit Blick auf den weiteren Karriereweg.

Die Universität Oldenburg hat nun das Tagungsformat nach Deutschland geholt und mit über 100  studentischen Beiträgen in Form von Postern, zehn- und zwanzigminütigen Vorträgen durchgeführt. Anwesend waren rund hundert Studierende und über achtzig weitere Teilnehmer. Auch Hohenheimer Studierende aus allen drei Fakultäten waren gut vertreten und stellten ihre Forschungsarbeiten mit Begeisterung vor:


Eindrücke von der studentischen Tagung: reger Austausch, sehr interessante Beiträge aus verschiedenen Fachrichtungen. Es war anregend zu sehen, wie Studierende sich für die aktuellen Themen interessieren, sie erforschen und sich fachübergreifend für die Beiträge der anderen Präsentierenden interessieren. Das ist lebendige Wissenschaft!

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18 Mai

Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag, Herr Glombitza-Cevey?

Lesezeit: 4 Min -

Ich bin seit 2014 in Hohenheim, und für das Projekt LEAP verantwortlich. LEAP steht für „Lehrentwicklung: Angebote für Professorinnen und Professoren“ und ist ein Kooperationsprojekt, das die Universitäten Hohenheim und Tübingen für das Hochschuldidaktikzentrum Baden-Württemberg (HDZ) durchführen. Projektleiter ist Herr Professor Kruse. Ziel des Projekts ist es, ein hochschuldidaktisches Programm speziell für die Zielgruppe zusammenzustellen, das den besonderen Anforderungen und Bedarfen von Professorinnen und Professoren gerecht wird.

Die Idee zum Projekt entstand aus der langjährigen Erfahrung, dass die Zielgruppe der Professorinnen und Professoren nur zu sehr geringem Anteil von hochschuldidaktischen Maßnahmen profitiert. Es gibt ja einerseits im HDZ ein sehr reichhaltiges und auch erfolgreiches hochschuldidaktisches Angebot, das alle Baden-Württembergischen Landesunis gemeinsam bestreiten, und das sich an Lehrende aus allen Statusgruppen richtet. Professorinnen und Professoren nehmen allerdings nur zu einem sehr geringem Anteil daran teil. Die Gründe für die geringe Teilnahme sind vielfältig und teils individuell (und auch nicht auf Baden-Württemberg beschränkt, vgl. Wildt 2009: 226), am häufigsten wird jedoch angeführt, dass bestehende Angebote des HDZ  von Professorinnen und Professoren als nicht passend wahrgenommen werden.

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27 Apr

Die richtigen Fragen stellen

Lesezeit: 5 Min -

Als neuestes Mitglied im Team des Didaktikblogs möchte ich meinen ersten Beitrag dazu nutzen, mich vorzustellen und kurz einige Erfahrungen aus meiner eigenen Hochschullehre zu schildern, die ich womöglich mit anderen Hochschullehrenden teile, die mich vor Fragen gestellt haben und die mir immer wieder Anlass dazu gaben, die Situation zu überdenken und sie mit KollegInnen zu besprechen.

Foto: Universität Hohenheim/Eric Lichtenscheidt

Foto: Universität Hohenheim/Eric Lichtenscheidt

Nach meinem Studium der Allgemeinen Pädagogik an der Universität Regensburg arbeitete ich von 2012-2015 in der Abteilung Pädagogik der Universität Stuttgart, wo ich schwerpunktmäßig Lehrveranstaltungen für Lehramtsstudierende abhielt. Seit April 2016 arbeite ich nun in der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik der Universität Hohenheim und bin so zum Team des Didaktikblogs gestoßen. Als Nachfolgerin von Julia Hoen bietet es sich nun regelrecht an, im folgenden Beitrag an ihren letzten Artikel anzuknüpfen. Weiterlesen

22 Mrz

Constructive Alignment 2 – Lernziele formulieren

Lesezeit: 2 Min -

Nun hatte ich ja vor einiger Zeit einen Artikel zum Constructive Alignment geschrieben und möchte dieses Thema nun gerne fortsetzen. Zum Verständnis des Konzepts, das ich in meinem letzten Artikel beschrieben hatte, gibt es mittlerweile auch einen schönen, kurzen Film. Dieser ist in einem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt zur Erstellung eines Oline-Moduls entstanden und zeigt in aller Kürze nochmals die Eckpunkte des Constructive Alignments auf:

Vor allem soll es in diesem Artikel aber um unterschiedliche Formen von Lernzielen gehen. Lernziele können auf verschiedenen Ebenen festgelegt werden. So können Lernziele für einen ganzen Studiengang verfasst werden, in denen deutlich wird, wozu Studierende in diesem Studiengang befähigt werden. Sie können sich aber auch auf eine einzelne Lehrveranstaltung oder eine Lehrsequenz beziehen. Die Formulierung von Lernzielen ist nicht immer ganz einfach. Dabei können Lernzieltaxonomien hilfreich sein. So zum Beispiel die Taxonomie kognitiver Lernziele nach Bloom et al. Sie hilft einerseits, passende Verben für die Formulierung der Lernziele zu finden und andererseits die Lernziele einem Komplexitätsgrad zuzuordnen.

Taxonomie Bloom

John Biggs und Catherine Tang empfehlen die Formulierung von  fünf bis sechs Lernzielen für eine Lehrveranstaltung. Dabei sollte darauf geachtet werden, sich tatsächlich auf die Beschreibung dessen zu konzentrieren, wozu der Kurs die Studierende am Ende des Semesters befähigt haben sollte. Dies sollte möglichst genau erfolgen.

Hierzu ein Beispiel: In einer Beschreibung zu einem Kurs steht der Satz: „Die Studierenden sollen das Konzept der freien Marktwirtschaft verstehen.“ Dieses Lernziel ist sehr ungenau, denn es wird nicht deutlich, was mit Verstehen gemeint ist: Sollen die Studierenden eine Definition wiedergeben können? Sollen sie dazu in der Lage sein, Unterschiede zwischen freier Marktwirtschaft und Planwirtschaft zu benennen?

Deutlicher wäre zum Beispiel folgendes Lernziel: „Die Studierenden können das Konzept der freien Marktwirtschaft in eigenen Worten beschreiben.“ Präzise formulierte Lernziele verweisen bereits auf die Lehrmethoden: Es wird darum gehen, mit den Studierenden zu üben, das Konzept beschreiben zu können. Zudem auf die Prüfung: In der Prüfung werden die Studierenden das Konzept in eigenen Worten beschreiben müssen. Hierzu mehr in einem nächsten Artikel….

11 Mrz

Fragen zum Bildungsauftrag der Universität – Teil 1

Lesezeit: 4 Min -
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Foto:  Universität Hohenheim/Saja Seus

Einer meiner letzten Blogartikel hatte das Thema „Curriculumentwicklung“. In den Wochen danach bin ich, mehr oder weniger zufällig, über Artikel und Gesprächsrunden gestolpert, die sich mit dem Thema „Bildung und Ausbildung“ beschäftigen.

Fragen wie „Was ist Bildung (heute)?“, „Was bedeutet Ausbildung?“, „Wie versteht sich die Universität (heute) und welchen Bildungsauftrag hat sie?“, Weiterlesen

02 Mrz

Wie man einen Löwen fangen kann – Veranstaltungsbericht zu interdisziplinärer Lehre

Lesezeit: 4 Min -

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Die Hochschule Coburg lud am 25./26.2.2016 zur Veranstaltung „Berufsfähigkeit steigern: Interdisziplinäre Kompetenzen für die Praxis“ im Rahmen einer QPL-Workshop-Reihe zum Thema „Studium & Berufswelt“ ein. Es nahmen über 60 Mitarbeiter von QPL-Projekten und des Projektträgers DLR teil. In Vorträgen und Workshops wurde diskutiert, wie interdisziplinäre Lehre umgesetzt werden kann und welche Herausforderungen und Chancen sie mit sich bringt. Interdisziplinarität im Studium wird u.a. deswegegn angestrebt, weil sie auf fachübergreifende Arbeitsumfelder vorbereitet und dazu befähigt, das eigene Fachwissen in andere Disziplinen zu übertragen, Wissen aus anderen Fächern für das eigene Fach anzuwenden und in fächerübergreifender Kooperation neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Hindernisse für Interdisziplinarität

In seinem Vortrag wies Organisationsberater Eberhard Jung darauf hin, dass die eigene Sicht jeweils nur die persönliche Wahrnehmung der Wahrheit sei, jedoch nicht die Wahrheit selbst. Verschiedene Sprachcodes, Sichtweisen und Hintergründe würden uns daher ständig in Situationen führen, in denen wir nicht genau wissen, was das Gegenüber genau vermitteln wolle. Ähnlich verhält es sich bei der Kommunikation mit Projektpartnern. Insbesondere bei fächerübergreifenden Projekten kann dies aufgrund der Sozialisation innerhalb des Faches schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Ist man sich der Verschiedenheit von Sprache, Haltungen und Wissensbeständen nicht bewusst, können sich für interdisziplinäre Zusammenarbeit schnell vier Schwierigkeiten abzeichnen:

  • Disziplineitelkeiten,
  • Intransparenz,
  • unausgesprochene Erwartungen & unklare Selbstverständlichkeiten,
  • mangelnde Lernkultur (Haltungen, Glaubenssätze, Blockaden im Gegensatz zu Offenheit, Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit).

Hilfreich für interdisziplinäre Zusammenarbeit seien dagegen die Fähigkeit Irritationen und Situationen zu erkennen, die sich zukünftig anders gestalten sollen, sowie die Fähigkeit einen Auftrag genau zu klären. Durch das Verstehen einer Situation (situative Einsicht) können Probleme lernorientiert gelöst werden.

„Interdisziplinäre Kompetenzen werden nur dann wirksam, wenn die notwendigen Fähigkeiten und die Erlaubnis diese einzusetzen vorhanden sind.“

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